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Ein Anschreiben verfassen

Aufbau in vier Absätzen, wie Sie beginnen und schließen – und was nie hineingehört.

Wozu es dient (und wann Sie es schicken)

Das Anschreiben erklärt, was der Lebenslauf nicht kann: warum Sie genau diese Stelle wollen und warum Sie passen. Es wiederholt nicht den Lebenslauf, sondern wählt 2–3 Punkte aus und verknüpft sie mit den Anforderungen der Anzeige.

Schicken Sie es immer, wenn die Anzeige es verlangt, bei Initiativbewerbungen oder wenn Sie etwas erklären müssen (Branchenwechsel, Umzug, Lücke im Lebenslauf).

Der Aufbau in 4 Absätzen

  1. 1Einleitung: die Stelle und ein Einstieg, der neugierig macht (warum Sie, warum dieses Unternehmen).
  2. 2Ihre Eignung: 2–3 Erfolge oder Erfahrungen, die die wichtigsten Anforderungen erfüllen.
  3. 3Warum dieses Unternehmen: was Sie anzieht, mit etwas Konkretem (ein Produkt, ein Projekt, die Werte).
  4. 4Schluss: Gesprächsbereitschaft, Eintrittstermin und ggf. Gehaltsvorstellung, wenn danach gefragt wird.

Insgesamt 250 bis 350 Wörter: eine Seite, nie mehr. Über der Anrede steht eine Betreffzeile, z. B. „Bewerbung als Kundenberaterin“ (ohne das Wort „Betreff“).

Anrede und Grußformel

Kennen Sie den Namen: „Sehr geehrte Frau Schneider,“. Andernfalls: „Sehr geehrte Damen und Herren,“. Nach dem Komma geht es im ersten Satz kleingeschrieben weiter.

Zum Abschluss „Mit freundlichen Grüßen“ – ohne Komma –, darunter Ihre Unterschrift und Ihr Name.

Der erste Absatz: schwach und besser

Schwach

hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle, da ich glaube, die Anforderungen zu erfüllen.

Besser

seit 4 Jahren löse ich Kundenanliegen per Chat und Telefon mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8/5 – diese Erfahrung möchte ich als Kundenberaterin in Ihren wachsenden Onlineshop einbringen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Ein allgemeines Anschreiben, das zu jedem Unternehmen passen würde.
  • Den Lebenslauf Zeile für Zeile wiederholen.
  • Nur über das sprechen, was Sie wollen – nicht über das, was Sie bieten.
  • Firmen- oder Ansprechpartnernamen falsch schreiben (passiert häufiger als gedacht).
  • Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich“ oder „ich bin teamfähig und belastbar“.

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